Abschaffung der IHK-Zwangsmitgliedschaft
Abschaffung der IHK-Zwangsmitgliedschaft
Anachronismus in reinster Form - die Zwangsmitgliedschaft in der IHK!
Ohne Zweifel, die teuerste Zeitschrift, die man zwangsweise abonniert. Sie kommt monatlich von der zuständigen IHK. Es ist erfreulich, daß sich der Kammerbeitrag an der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit des jeweiligen Mitgliedsunternehmen orientiert. Man mag sich nicht vorstellen, welche Mitgliedsbeiträge sonst gefordert würden, die einfach von der Berechnungsgrundlage her nicht nachvollziehbar (wie der Gaspreis am Ölpreis) wären.
Bedauerlicherweise lässt sich die Mitgliedschaft nicht kündigen und so bekommt man ggfs. eine IHK-Rechnung, die für nicht erbrachte Leistungen steht.
Sinnvollerweise sollte eine Mitgliedschaft bei der IHK auf Freiwilligkeit beruhen und auf der Basis der genutzten Dienstleistungen abgerechnet werden.
Dies dürfte jede IHK dazu veranlassen, die von ihr angebotenen Dienstleistungen, auf die tatsächlichen Erfordernisse abzustimmen und der eigenen Wirtschaftlichkeit zu entsprechen.
Selbst der Staat entlässt ehemals staatliche Monopolbetriebe in den freien Wettbewerb, da kann die Abschaffung der IHK-Zwangsmitgliedschaft nur konsequent sein. Verständlicherweise sieht man die Situation in den Kammern anders. Liebgewonnene Privilegien gibt man nicht gerne her.
Erwähnenswert sei hierzu, daß diese Meinung keinen politischen Hintergrund hat (mir ist bei diesem Thema fast jede/r Politiker/in willkommen, die/der eine Abschaffung der Zwangsmitgliedschaft befürwortet); sie entstand aus dem Ärger über Beitragsforderungen ohne erbrachte Gegenleistung. Gerne verzichte ich auf eine monatliche Kammerzeitung, deren Informationswert gegen null tendiert!
Größter Hoffnungsträger scheint in dieser Angelegenheit, die geplante Richtline zur Harmonisierung des europäischen Dienstleistungsmarktes zu sein, die nationale Hemmnisse der Niederlassungsfreiheit im großen Stil abbauen soll.
Wie kann Deutschland ein interessanter Wirtschaftsstandort für ausländische Investoren sein, wenn solche überholte Zwangsabgaben, zusätzliche finanzielle Hürden darstellen?
Wundert es wirklich, wenn auch deutsche Unternehmen teilweise oder vollständig ins benachbarte Ausland abwandern?
Also, hoffentlich gibt es ein Licht am Ende des langen IHK-Tunnel.
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