Nokia will das Werk Bochum schließen - Sind die Rückforderfristen für Fördergelder zu kurz?
Die Pläne des Mobiltelefonherstellers Nokia, daß Werk am Standort Bochum zuschließen, schlagen aktuell wie eine Bombe ein.
Nokia hat vom Land NRW 60 Millionen Euro Fördergelder kassiert! Nun lautet das Argument seitens Nokia, der Standort Bochum sei im internationalen Vergleich nicht wettbewerbsfähig, weil zu teuer. Für einen Werksneuaufbau in Rumänien erhofft sich Nokia scheinbar neue Fördergelder aus EU-Töpfen.
Aus Sicht der Steuerzahler muß auch die Frage erlaubt sein, wie kurz eigentlich die Rückforderungsfristen für Fördergelder angelegt sind, daß hier nun 60 MIllionen Euro an Steuergeldern verbrannt werden können? Scheinbar mit der Option für Nokia, einen Werkneuaufbau in Rumänien erneut mit Fördergeldern aus EU-Fördertöpfen subventioniert zu bekommen.
Offenbar wird, daß der einfache Umgang bei der Verwendung von Fördergeldern, durch allzu liberale Rückforderfristen begünstigt wird. Hier kann nicht alleine dem Unternehmen Nokia ein Vorwurf gemacht werden, sondern auch die zuständigen Ministerien stehen in der Verantwortung, für einen sorgsameren Umgang mit Steuergeldern entsprechend Sorge zu tragen.
Appelle an Großkonzern zur Verantwortung für die Mitarbeiter sind dabei nicht mehr zeitgemäß, denn die heutigen Top-Manager haben keinen Bezug zur Ethik früherer Firmengründer, die ihre Mitarbeiter als wichtigen Faktor schätzten. Bedauerlich, aber Realität.
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