Grippeimpfung - Jetzt in den Monaten Oktober / November

Präventionsmaßnahmen sind ein problematisches Feld.

Bei der Grippeschutzimpfung genauso, wie bei Rauchmeldern oder Alarmanlagen. Bislang hatte man keine Grippe, keinen Wohnungsbrand und keinen Einbrecher in der Wohnung. Wozu also Schutzmaßnahmen ergreifen?

 

Bleiben wir bei der Grippeschutz-Impfung gegen die Influenza-Viren. Der Stoff, der vom Arzt gespritzt wird, schützt gegen die Influenza-Viren mit einer Wahrscheinlichkeit von 70 bis 80 Prozent. Der Schutz betrifft dabei, die "echten Influenza-Viren", jedoch nicht den grippalen Infekt.  Ob die jährlich veröffentlichten Zahlen über Todesfälle zur Influenza stimmen, mag dahingestellt bleiben, denn die Angaben schwanken je nach publizierendem Medium.

Besonders sind Menschen gefährdet, die chronische Lungen-, Herz-Kreislauf-, Leber- und Nierenkrankheiten, Diabetes und andere Stoffwechselkrankheiten, eine Immundefizienz oder HIV-Infektion haben. Auch Menschen, die beruflich häufig mit vielen Leuten zu tun haben - also zum Beispiel medizinisches Personal -, gelten als besonders gefährdet.

Es dauert in unserer heutigen Zeit nur Stunden, bis Viren um den Globus gereist sind und sich in der unmittelbaren Nachbarschaft des eigenen Daseins breitmachen können. Sie arbeiten in einem klimatisierten Büro? Drei Ihrer Kollegen waren gerade auf Messebesuch in Asien? Die sehen auch alle gesund aus? Aber, wie lange dauert die Inkubationszeit? Waren diese Kollegen vielleicht bereits vor der Hinreise geimpft?

Der bedauernswerte Herr am Nachbartisch im Restaurant scheint erkältet, pustet schon seit einer halben Stunde irgendwelche Bakterien oder Viren auch in Ihre Atemluft. Na, es wird schon nicht die "echte Influenza" sein, oder?

Fakt ist, daß man unmöglich abschätzen kann wann, wo und durch wen man mit Bakterien und Viren in Berührung kommt. Darauf zu vertrauen, daß man bisher nie Probleme hatte ist genauso intelligent wie die Annahme, es gäbe keine Wohnungsbrände, Einbrecherbanden und kein Gammelfleisch.

Fragen Sie bei Ihrer Krankenkasse nach, ob die Kosten für Ihre Grippeschutzimpfung bezahlt werden und wenn nicht, dann sollten Sie dort eine Beschwerde vorbringen. Die Impfung ist nur ein winziger Pieks mit einer kleinen Nadel und dafür sollte Ihnen nicht der Betrag von EUR 10,00 als Praxisgebühr abgenommen werden.

Informationen finden Sie auch auf der Webseite der Stiftung Warentest (hier im Artikel auszugsweise zitiert) unter ==> Früher Schutz gegen Influenza aus dem Jahr 2006 (dies ist jedes Jahr erneut als Thema relevant).

Kommen Sie gut über den Winter 2007/2008!

 


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