Positives erstes Forschungsergebnis - AIDS könnte heilbar werden
Eine heute veröffentlichte Meldung auf der Homepage der Deutschen Welle, gibt Anlaß zur vorsichtigen Hoffnung, daß der HIV-Virus wirkungsvoll bekämpft werden könnte. Zwar wird angenommen, daß dies vielleicht erst in zehn Jahren der Fall sein wird, jedoch hat man nun einen konkreten Lösungsansatz ermittelt. Hier ein Artikelauszug:
Forschern aus Deutschland ist es im Labor erstmals gelungen, die Gene des Aidsvirus’ wieder aus menschlichen Zellen herauszuschneiden. Das könnte der Beginn einer völlig neuartigen Therapie der Krankheit sein. "Die infizierte Zelle wird geheilt", sagte Professor Joachim Hauber vom Hamburger Heinrich Pette-Institut für Experimentelle Virologie und Immunologie. "Wir wurden das Virus in den Zellen wieder los, das hat bisher noch keiner geschafft. Das ist ein biotechnologischer Durchbruch." Die Arbeit, an der auch das Max-Planck-Institut für Molekulare Zellbiologie und Genetik in Dresden beteiligt ist, macht vorsichtige Hoffnungen auf eine Aids-Therapie, die nicht nur auf Eindämmung der Viren-Vermehrung setzt, sondern auf eine Heilung der Immunschwäche.
Nach vier Jahren Forschung sei es gelungen, ein spezielles Enzym zu entwickeln, um das Erbgut eines HI-Virus aus der DNA der Zelle zu trennen und unbrauchbar zu machen, teilten die Forscher am Donnerstag (28.6.07) mit.
Rekombinasen als DNA-Scheren
Bisher galt eine Infektion mit HIV als unumkehrbar. Das HI-Virus schmuggelt sein Erbgut in die DNA von körpereigenen Zellen. Nach diesem Bauplan produzieren Immunzellen dann den Erreger und sorgen so für ihren eigenen Untergang. Den Forschern gelang es nun, das HIV-Erbmaterial wieder aus dem menschlichen Erbgut herauszuschneiden. Dazu sei mit der Gentechnik eine spezielle Rekombinase hergestellt worden, ein Enzym, das wie eine molekulare Schere arbeite. Obwohl bisher nur in menschlichen Zellkulturen getestet worden sei, schaffe der neue Ansatz die technische Grundlage, um das Virus später einmal aus Patienten zu entfernen, die mit HIV infiziert sind, sagte Hauber. "Bis dahin ist es aber noch ein weiter Weg." Zunächst müsse das Enzym verbessert und geprüft werden, wie effektiv es sich infizierte Zellen des menschlichen Körpers einbringen lasse, betonten die Forscher. Haubers Angaben zufolge besteht jetzt die vorsichtige Hoffnung, innerhalb von zehn Jahren eine Therapie für Menschen zu entwickeln.
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