Archiv für the ‘Ärgerliches’ Category

Deutsche Post AG und Umweltbewußtsein?

Mittwoch, 20. Dezember 2006

Wöchentlich "beglückt" die Deutsche Post derzeit so ziemlich jeden deutschen Haushalt mit einer kostenfreien Fernsehzeitschrift inklusive Werbung - genannt "Einkauf aktuell". Für eine möglichst einfache logistische Abwicklung praktischerweise in Plastikfolie eingeschweißt. Praktisch für die Deutsche Post AG, unpraktisch für den Rest der Welt. Die Empfänger dieser Werbung, die nicht bestellt ist und häufig als unerwünscht erachtet wird, spart sich die Mülltrennung und drückt die ungeöffnete Plastikfolie nebst Inhalt zur Entsorgung ins Altpapier.

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Steuerverschwendung

Dienstag, 3. Oktober 2006

Interessante Hintergrundinformationen zum Thema Steuerverschwendung bietet wieder einmal der Bund der Steuerzahler mit seinem Schwarzbuch 2006.

Die darin dokumentierten über 100 Fälle stehen stellvertretend für die gesamte Steuergeldverschwendung in Deutschland. “Erfolgreich” wurden in Deutschland erneut Milliardenbeträge versenkt und Verantwortliche brauchen Konsequenzen nicht fürchten.

Heute, am Tag der Deutschen Einheit (und natürlich auch an anderen Tagen), eine ausgesprochen interessante Lektüre. Staunen auch Sie, als steuerzahlende Bürger, über eklatante Fehlinvestitionen und bilden Sie sich dazu Ihre eigene Meinung.

Die öffentliche Verschwendung 2006 ==> LINK


Gammelfleisch - Blick über den Tellerrand

Mittwoch, 13. September 2006

Als Verbraucher kann es einen nur schütteln, vernimmt man derzeit jeden Tag aus den Medien, wo wieder tonnenweise überlagerte Lebensmittel gefunden wurden. Hier wird natürlich auch die Frage aufgeworfen, wieso plötzlich in den verschiedenen Lagerhäusern im Bundesgebiet solche überlagerten Lebensmittel gefunden werden, während vor dem Münchner Gammelfleischskandal davon nichts zu vernehmen war?

Hat die Lebensmittelkontrolleure und Ihre Dienstherren das Jagdfieber gepackt? Ernten da einige Leute Lorbeeren, wenn sie einen besonders dicken Posten Gammelfleisch lokalisieren und medienwirksam Ihre Kontrolltätigkeit in Szene setzen, damit vorherige Versäumnisse nicht auffallen?

Aus ökonomischer Sicht dürfte eine Erklärung schwer fallen, daß Händler tonnenweise überlagerte Lebensmittel gekühlt lagern, die sie nicht in den Verkehr bringen dürfen. Während jeder vernünftig arbeitende Lebensmitteleinzelhändler sich bemüht, die abgelaufenen Joghurtbecher aus den Regalen zu nehmen (der Kunde sieht das Haltbarkeitsdatum auf dem Becher), lagern Großhändler überalterte Lebensmittel teilweise über Jahre.

Die Gegensätzlichkeit dieser Verhaltensweisen spricht gegen Großhändler, die überlagerte Lebensmittel vorhalten und interessante Erklärungen zu diesen Lagerungen abgeben, deren Sinnhaftigkeit sich vermutlich nur “Insidern” erschließen wird.

Offen bleibt auch die Fragestellung, welchen Nutzen der nationale Aktionismus unserer Lebensmittelkontrolleure hat, angesichts der internationalen logistischen Strukturen sprich grenzüberschreitender Lagerung und Transporte. Welche Mengen überlagerter Lebensmittel sind hier nicht erfassbar, weil sie gar nicht in Deutschland lagern, jedoch hier in den Verkehr gebracht werden?

Das auf europäischer Ebene nach überlagerten Lebensmitteln gefahndet wird, dieser Eindruck entsteht nicht und so erleben wir lediglich einen nationalen Sturm im Wasserglas. Im benachbarten Ausland wird man nur aktiv, wenn der Verdacht keimt, die verdorbenen Waren wurden über Grenzen hinweg veräussert. Verlieren unseren Medienvertreter das Interesse am Thema, was in der Regel schnell geschieht, dann bleiben hoffentlich neben effizienteren Inlandskontrollen auch strengere Ein- und Ausfuhrkontrollen übrig.

Sicher ist schon jetzt, daß es auch künftig für einige Händler interessanter sein wird, überlagerte Ware in den Verkehr zu bringen und sich die Entsorgungskosten zu sparen.
Der für Verbraucher einzig mögliche Weg, seinen Unwillen gegen solche Machenschaften darzulegen, wird wohl auch diesmal nicht wesentlich genutzt - einfach mal eine Weile auf den Fleischverzehr verzichten. Diese Maßnahme würde zwangsläufig auch die falschen Adressaten, also ehrliche Anbieter treffen, jedoch dürften Kolateralschäden unvermeidbar sein.

Welche Macht der Verbraucher hat, wurde Mitte der 90er Jahre der Firma Shell verdeutlicht, als die Umweltschutzorganisation Greenpeace zum Boykott des Ölmulti aufrief. Wurde letztlich diese Aktion im Ergebnis als falsch positiv eingestuft, so zeigte sie doch eindrucksvoll, daß der Verbraucher seinen Unmut durchaus eindrucksvoll zum Ausdruck bringen kann.

Wer davon ausgeht, daß in Zukunft nur noch einwandfreie Ware in den Verkehr gebracht wird, weil nun strenger kontrolliert wird, der darf sich auch direkt die diversen Gütesiegel der Lobby-Organisationen für Lebensmittel an die Stirn pappen ;-)

Guten Appetit!

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Ist Ihr Gesicht geeignet?

Freitag, 4. November 2005

Bei Heise findet sich eine Newstickermeldung vom 03.11.2005, welche die Problemstellung schnell verdeutlicht.

Ein Gesicht mit anatomischen Besonderheiten kann zum Problem werden, ein Umstand, der beim bisherigen Reisepaß eher keine Probleme bereitete.

Zitat:
Hilflos unterschrieb beispielsweise Heise-online-Leser Hadmut Danisch diese ihm abverlangte Erklärung mit dem Zusatz: “Ich erkläre, dass meine Nase nun einmal schief ist!” Tatsächlich verunsichert der drohende Ton der Lichtbildbelehrung Antragssteller, die mit korrekt fotografierten Bildern auf den Ğmtern auflaufen und dann abgelehnt werden, weil Augen und Nase von den vorgegebenen Normen abweichen.

Also, Ihre Augen und Nase müßen nun den vorgegebenen Normen entsprechen!

Was im Umkehrschluß, die Frage zulässt, ob es denn noch keine Normen für beispielsweise Ohren oder die Kopfbehaarung gibt? Die sind auf dem Paßfoto auch sichtbar und werden möglicherweise einmal als biometrische Merkmale relevant. Spätestens, wenn Augen und Nase nicht mehr fälschungssicher sind, weil sie chirurgisch korrigiert wurden - zur Anpassung an die vorgegebenen Normen.

Würe es nicht einfacher, wenn den Menschen direkt ein RFID-Chip implantiert würde? Bei Tieren funktioniert diese Technik recht gut, ist zudem wesentlich günstiger und deren Augen und Ohren müßen dafür keiner vorgegebenen Norm entsprechen.

Ideal wäre es vermutlich, wenn direkt eine Speicherung der DNA-Daten erfolgen würde.
Die sind, zumindest bisher so mag man es vermuten, ziemlich fälschungssicher und zur exakten Identifikation brauchbar. Dabei wäre Ihr Gesicht dann geeignet!


Fleischskandal - schon wieder

Freitag, 4. November 2005

Deutschland hat neuen Fleischskandal

Nach dem Skandal um umdeklarierte Fleischabfälle im bayerischen Deggendorf ermittelt die Staatsanwaltschaft nun gegen einen Geflügel verarbeitenden Betrieb im niedersächsischen Lastrup.

Bei handelsblatt.com gibt es dazu einen ausführlicheren Bericht –> Link

Erneut häufen sich Meldungen zu Fleischskandalen in erschreckendem Maße.
Als Verbraucher grübelt man besorgt darüber, wie hoch die Dunkelziffer ist, der bisher nicht entdeckten unsachgemß arbeitenden Betriebe.

Die Strafen für derlei Vergehen erscheinen eher gering, im vermuteten Verhältnis zu den finanziellen Vorteilen, die so “erwirtschaftet” wurden.

Zitat:
Im schon älteren Hackfleischskandal bei der Supermarktkette Real hat die Staatsanwaltschaft vier Strafbefehle beim Amtsgericht Hannover beantragt. Ein ehemaliger Bezirksleiter soll demnach eine Haftstrafe von neun Monaten auf Bewährung erhalten, zwei Fleischermeister und ein Geselle Geldstrafen von 1000 bis 5000 €.

Straftaten dieser Art, können für den Verbraucher, durchaus erhebliche gesundheitliche Risiken bergen. Dagegen erinnert das beantragte Strafmaß eher an einen Kavalliersdelikt.

Hier stellt sich als Frage, ob und wie der Gesetzgeber und die zuständigen Kontrollinstanzen, dem Problem nachhaltig begegnen wollen?

Neben dem Schutz der Verbraucher gilt es auch, die ordentlich arbeitenden Betriebe zu schützen, die unter solchen Skandalen zu leiden haben.


Abschaffung der IHK-Zwangsmitgliedschaft

Dienstag, 1. November 2005

Abschaffung der IHK-Zwangsmitgliedschaft

Anachronismus in reinster Form - die Zwangsmitgliedschaft in der IHK!

Ohne Zweifel, die teuerste Zeitschrift, die man zwangsweise abonniert. Sie kommt monatlich von der zuständigen IHK. Es ist erfreulich, daß sich der Kammerbeitrag an der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit des jeweiligen Mitgliedsunternehmen orientiert. Man mag sich nicht vorstellen, welche Mitgliedsbeiträge sonst gefordert würden, die einfach von der Berechnungsgrundlage her nicht nachvollziehbar (wie der Gaspreis am ֓lpreis) wären.

Bedauerlicherweise lässt sich die Mitgliedschaft nicht kündigen und so bekommt man ggfs. eine IHK-Rechnung, die für nicht erbrachte Leistungen steht.
Sinnvollerweise sollte eine Mitgliedschaft bei der IHK auf Freiwilligkeit beruhen und auf der Basis der genutzten Dienstleistungen abgerechnet werden.
Dies dürfte jede IHK dazu veranlassen, die von ihr angebotenen Dienstleistungen, auf die tatsächlichen Erfordernisse abzustimmen und der eigenen Wirtschaftlichkeit zu entsprechen.

Selbst der Staat entlässt ehemals staatliche Monopolbetriebe in den freien Wettbewerb, da kann die Abschaffung der IHK-Zwangsmitgliedschaft nur konsequent sein. Verständlicherweise sieht man die Situation in den Kammern anders. Liebgewonnene Privilegien gibt man nicht gerne her.

Erwähnenswert sei hierzu, daß diese Meinung keinen politischen Hintergrund hat (mir ist bei diesem Thema fast jede/r Politiker/in willkommen, die/der eine Abschaffung der Zwangsmitgliedschaft befürwortet); sie entstand aus dem Ärger über Beitragsforderungen ohne erbrachte Gegenleistung. Gerne verzichte ich auf eine monatliche Kammerzeitung, deren Informationswert gegen null tendiert!

Größter Hoffnungsträger scheint in dieser Angelegenheit, die geplante Richtline zur Harmonisierung des europäischen Dienstleistungsmarktes zu sein, die nationale Hemmnisse der Niederlassungsfreiheit im großen Stil abbauen soll.
Wie kann Deutschland ein interessanter Wirtschaftsstandort für ausländische Investoren sein, wenn solche überholte Zwangsabgaben, zusätzliche finanzielle Hürden darstellen?

Wundert es wirklich, wenn auch deutsche Unternehmen teilweise oder vollständig ins benachbarte Ausland abwandern?

Also, hoffentlich gibt es ein Licht am Ende des langen IHK-Tunnel.




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