03.08.2007 Erdbeben bei Kruft erschütterte das Rheintal
Am Freitag, den 03. August 2007, erschütterte um 04:58 Uhr MESZ ein Erdbeben der Stärke 3,8 auf der Richter-Skala weite Teile des Mittel- und Niederrheingebietes. Das Zentrum des Bebens lag nach den aktuellen Auswertungen im Bereich von Kruft bei Mendig im Neuwieder Becken. Die Tiefe des Bebenherdes wurde bei etwa 12 km lokalisiert. Das Beben war in NRW bis nach Krefeld und Düsseldorf sowie bis ins Sauerland spürbar, wie Rückmeldungen der Bürger bestätigen. Nach vorläufigen Agenturangaben verursachte das Beben im Epizentralgebiet nur leichte Schäden.
Erdbeben gehören zum Gebiet Niederrheinischen Bucht und des Mittelrheingebiets und sind hier nichts Neues. Bereits seit dem Mittelalter sind Berichte von Erdbebenschäden überliefert. Die Erdbeben im Rheintal treten an einer bekannten geologischen Störungszone auf, die sich wie ein Riss quer durch Europa zieht. Der Untergrund ist ständig in Bewegung, wenn auch nicht immer für den Menschen spürbar.
Die auftretenden Spannungen entladen sich zu einem großen Teil kontinuierlich und nur zu einem kleinen Teil ruckartig in Beben. Allein seit Juni 2007 wurden im Gebiet des Neuwieder Beckens vom GD NRW bisher vier Beben registriert. Dass es noch zu größeren Nachbeben kommen wird, ist nach bisherigen Erfahrungen in der Region eher unwahrscheinlich. Das Beben ereignete sich ohne jegliche Vorankündigung.
Die hochempfindlichen Seismometer des GD NRW haben keine Vorbeben aufgezeichnet. Quelle: Geologischer Dienst Nordrhein-Westfalen Interessant in diesem Zusammenhang auch einige Details zu früheren Erdbeben, so unter anderem zum deutlich stärkeren Erdbeben 1992 im Raum Heinsberg ==> Link
Tags: Allgemeines, Beben, Erdbeben, Erdbebenmessung, Erdbebenschäden, Erdstöße, Geologie, Seismometer, Umwelt / Natur, Vorbeben
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